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Die Linzer Stadtpfarrkirche
Errichtung der dreischiffigen romanischen Basilika 1286.
Um 1490 wurde vermutlich der heutige Chor errichtet und unter dem Turm in der Eingangshalle kann man noch gotische Kreuzrippengewölbe sehen.
1648 wurde die Kirche mit den beiden niedrigen Seitenschiffen völlig neu aufgebaut. 1656 wurde die Kirche (Mariae Himmelfahrt) geweiht. Der ursprüngliche Turm stammt aus dem Jahr 1453 und der heutige Turmhelm wurde 1818 aufgesetzt. Auf der Portalseite der Kirche erinnert ein Reliefstein daran, dass Anton Bruckner 1855 - 1868 hier Organist war. An der Außenseite befindet sich in einer Marmornische eine Johannes-Nepomuk-Statue von Georg Raphael Donner (1727).
Der Hochaltar stammt von Matthias Ludwig Krinner und Johann Kaspar Modler (1771), das Altarbild der Himmelfahrt Mariae wurde 1695 von Karl von Resfeld gemalt und das Deckenfresko von Bartolomeo Altomonte.
1493 wurden hier im Chor die Eingeweide und das Herz Kaiser Friedrich III. beigesetzt (der Körper ruht im Stephansdom in Wien)
 
Blick vom Turm
Hochaltar
Nepomuk-Kapelle
Wandgrabstein
1953
1927
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Die Kaiserin

Vor dem Prunerhaus am Hauptplatz ist ein eiserner Glockenring mit der Jahreszahl 1693 in den Boden eingegraben. Mit ihm hat es folgende Bewandtnis: Im Jahre 1492 schenkte der in Linz weilende Kaiser Friedrich III. der St.Gangolf-Kapelle im Linzer Schloss eine Glocke, die den Namen "Kaiserin" erhielt. Da diese jedoch für den Glockenturm zu schwer war, übergab sie Kaiser Maximilian I. 1494 der Stadtpfarrkirche. Beim grossen Brand des Jahres 1509 wurde die "Kaiserin" ein Opfer der Flammen und musste neu gegossen werden. Nach einem später erfolgtem abermaligen Neuguss erhielt die "Kaiserin" im Jahr 1693 ihre jetzige Gestalt, als Melchior Schorer für die unter Pfarrer Gentilotti erweiterte und neu gestaltete Stadtpfarrkirche ein Geläute von fünf Glocken goss. Der Durchmesser der "Kaiserin" betrug 193 cm und ihr Gewicht 4760 kg. Laut Inschrift haben die oberösterreichischen Stände, der Magistrat und die Stadtbevölkerung von Linz zu dieser Glocke beigetragen. Als zu Beginn des zweiten Weltkrieges auf dem Hauptplatz ein Luftschutzbunker angelegt wurde, wäre der Glockenring beinahe ein Opfer des Krieges geworden, doch gelang es einem Anrainer im letzten Augenblick, dies zu verhindern. Im Jahr 1944 wurde der Glockenring ein paar Meter nach Norden versetzt und an jener Stelle wieder in den Boden eingegraben, an der er jetzt noch zu sehen ist       

Quelle: Otto Constantini - Linzführer 1977