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Das städtische Wassertheater
1752 - 1788
Mit ihm sind entscheidenste Ereignisse der Linzer Theatergeschichte verbunden: der Übergang von der Wandertruppenzeit zum stehenden Theater, der Aufschwung von der Stegreifposse zum regelmässigen Schauspiel, die erste Blütezeit unserer klassischen dramatischen Dichtung, die Linzer Erstaufführungen Lessings, Goethes, Schillers.
1751/52 liess die Stadtgemeinde dieses Magazingebäude, der vietteilige Gebäudekomplex (ganz rechts unten) neben dem Ludlbach, zu einem Theater umbauen.
Das nächste Gebäude war die städtische Heuwaage, der Fleischer- und der Fasszieherstadel.
Das Stadttheatergebäude hatte bei der Linzer Häusernummerierung von1771 die Bezeichnung Untere Vorstadt 193, später 243, heute Zollamtsstrasse 3. Im Häuserverzeichnis 1771 ist es als Schauspielhaus oder Stadttheater", im Grundbuch 1802 als "das burgl. Haus beim Wasser, vormals das Komedienhaus" bezeichnet.
.Das Stadttheater übersiedelte im Jahre 1788 in den Redoutensaal, nachdem das Hochwasser von 1786 dem Gebäude so zugesetzt hat, dass es abgerissen werden musste.
Das Stadttheatergebäude "Wassertheater" 1786, Aufriss
Originalzeichnung des Linzer Stadtzimmermeisters Martin Strasser (O.Ö. Landesarchiv)
Grundrisse des Stadttheatergebäudes 1780
Die Bühne war 14 x 9 Meter, 3 Ränge im Zuschaeuerraum und insgesamt 21 Logen und neun Sitzreihen im Parkett.
Die Garderoben und die Kulissenräume waren im nebenliegenden Waagengebäude untergebracht
Fig. I: Erdgeschoss und Verwandlungsmechanismus der Kulissen
Fig. II: Erster Stock und Versenkung