Dieses in seinen Grundmauern vor einem halben Jahrtausend errichtete Gebäude war lange als Christhaus bekannt, denn es war seit 1837 der Standort der Kolonialwarenhandlung Max Christ, die sich über 5 Generationen im Familienbesitz befand.
Dieses Haus zeigt eine für das 19. Jahrhundert typische Neurenaissancefassade, sehenswert sind die Erker in der Rathausgasse.
Der mittlere Erker aus dem 15. Jahrhundert ist noch gotisch, die beiden seitlichen Breiterker gehören mit ihren Renaissancesims bereits in die 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts.
In der dem Hauptplatz zugekehrten Wand des ersten Erkers besteht noch die kleine Maueröffnung, die es den Hausinsassen vergangener Jahrhunderte ermöglichte, ohne ein Fenster zu öffnen und ohne selbst gesehen zu werden, die beim Tor Einlass Begehrenden genau zu mustern.