Im Jahre 1716 wurde der alte Pranger vom Hauptplatz entfernt und auf den Taubenmarkt versetzt, an seine Stelle trat die 20m hohe Dreifaltigkeitssäule, die 1723 vollendet wurde. Sie besteht aus weissem Marmor und wurde im Auftrag der oberösterreichischen Landstände und der Stadt Linz nach einem Modell von Antonio Beducci vom Salzburger Steinmetzmeister Sebastian Stumpfegger ausgeführt.
Auf dem Sockel stehen die Standbilder der beiden Pestheiligen, des hl. Sebastian und des hl. Karl Borromäus und des Feuerpatrons, des hl. Florian.
Drei Inschriftentafeln, über denen das kaiserliche Wappen, das Landeswappen und das der Stadt Linz eingemeisselt sind, verkünden von der Widmung der Säule an die Heilige Dreifaltigkeit durch die Landstände, den Rat und die Bevölkerung von Linz aus Dankbarkeit für die Rettung aus Kriegsgefahr (1704), Feuersbrunst (1712) und Pest (1713).
Auf halber Höhe der Säule thront an der Südseite auf der Mondsichel die mit einem Sternenkranz geschmückte Statue der Muttergottes, die mit ihrem Fuss einen Schlange zertritt.
Diese Statue wurde zur Erinnerung des am Tage der Unbefleckten Empfängnis des Jahres 1679 erfolgten Erlöschens der Pest errichtet.
Den Abschluss der mit Putten und Steinblumen geschmückten Säule bilden die kupfervergoldeten Figuren der Heiligen Dreifaltigkeit mit der Weltkugel.