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Eine frühbarocke Hauskapelle in Linz
Durch Initiative des Hausverwalters Dipl. Kfm. Norbert Kreft wurde im Jahr 1964 ein bisher als Lagerraum der Eisengrosshandlung Ehrenletzberger verwendeter Raum neben dem Stiegenhaus des Hauses Adlergasse Nr. 4 geräumt.
Im Einvernehmen mit dem Bundesdenkmalamt (Landeskonservator für OÖ) und dem Entwurfsamt des Magistrates Linz wurden die arg beschädigten Stukkaturen freigelegt und wo nötig neu am Gewölbe verankert. Einige Partien, unter denen sich Hohlräume gebildet hatten, mussten ergänzt werden. Die Arbeiten wurden von Bildhauer Heinz Ritter durchgeführt. Nach Entwurf von Prof. Dr.-Ing. Fritz Fanta wurden die Stufen im Vorhaus, die Eingangswand und der Fussboden neu angelegt.


Grundriss
Stukkatur in der Hauskapelle
Mitte des 17. Jahrhunderts
Aufnahme während der Restaurierung

Auf dem zweijochigen Tonnengewölbe mit Stichkuppen und auf den anschliessenden Wandfeldern finden sich folgende Darstellungen: Im ersten (nördlichen) Joch links der heilige Sebastian (Abb.), rechts der heilige Rochus, im zweiten Joch links der heilige Florian, rechts (wohl oberhalb des ursprünglichen Altars) Gottvater. An der Decke schweben in Wolken Engel mit den Leidenswerkzeugen.

Textauszug aus einem Artikel von Justus Schmidt