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Hauptplatz Nr. 15 und Nr. 16 |
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Die Häuser von Nr. 15 bis Nr. 21 zählen zu den ältesten des Hauptplatzes. In ihrer Anlage, mit ihren dunklen Gängen, den hohen schmalen Stiegen, den engen Höfen und kurzen Schwibbogen versetzen sie uns in besonders starkem Mass in das Mittelalter zurück.
Im rückwärtigen Teil der schmalen, aber dafür sehr weit zurückreichenden Häuser lagen einst die Magazine der Kaufleute. |
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Hauptplatz Nr. 16
Das drei Fenster breite Haus Nr. 16, verfügt über einen sehr langen, mit Renaissancelauben geschmückten schmalen Hof, an dessen Rand man auf die Reste der ältesten Stadtmauer stösst.
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alte Fassade vom Hauplatz Nr. 16 |
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Hauptplatz Nr. 15
Dieses Haus erwarb im Jahr 1680 der aus Bayern stammende Johann Pruner
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der Vater des späteren grossen Linzer Bürgermeisters Johann Adam Pruner.
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Johann Pruner lies an seinem Haus eine Inschriftentafel mit folgendem Wortlaut anbringen: |
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Wür Engl all im Himmelreich
Verwundern Uns ob dem Erdenreich
Daß die Leuth Bauen Heuser Vest
Und seindt darin nur Fremdte Geßt
Und wo Sye sollten Ewig sein
Da Bauen Sye gar wenig drein.
1681 |
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Vor dem Prunerhaus ist ein eiserner Glockenring mit der Jahreszahl 1693 in den Boden eingegraben.
Mit ihm hat es folgende Bewandtnis: Im Jahre 1492 schenkte der in Linz weilende Kaiser Friedrich III. der St. Gangolfkapelle im Linzer Schloss eine Glocke, die den Namen "Kaiserin" erhielt, da diese jedoch für den dortigen Glockenturm zu schwer war, übergab sie der nachfolgende Kaiser Maximilian I. 1494 der Stadtpfarrkirche. Beim grossen Brand des Jahres 1509 wurde die "Kaiserin" ein Opfer der Flammen und musste neu gegossen werden.
Nach einem zehn Jahre später erfolgten abermaligen Neuguss erhielt die "Kaiserin" im Jahr 1693 ihre jetzige Gestalt.
Der Durchmesser der "Kaiserin" betrug 193 cm und ihr Gewicht 4750 kg. Laut Inschrift haben die oberösterreichischen Stände, der Magistrat und die Stadtbevölkerung von Linz zu dieser Glocke beigetragen.
Die Erinnerung an die Urform der "Kaiserin" wurde in der Form aufrecht erhalten, dass das kaiserliche Wappen Friedrichs III., sein Wahlspruch "A. E. I. O. U.", das Landeswappen und das der Stadt Linz an der Glocke angebracht wurden.
Die neugegossene Glocke wurde vor dem Haus Johann Pruners zur Schau gestellt, nach der Überstellung der Glocke in die Stadtpfarrkirche wurde ein eiserner Glockenring in den Boden geschlagen, der den Umfang und die Stelle festhält, an der die Glocke zur allgemeinen Besichtigung ausgestellt war.
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Aufnahme ca. 1960
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