Landhaus |
Das alte Minoritenkloster
Der Ordensüberlieferung nach kamen die Minoriten 1236 nach Linz und sind wenig später hier urkundlich nachweisbar.
Aus den Miet- und Kaufverhandlungen der Stände ergibt sich, dass südlich an die Kirche der Kreuzgang mit Garten anschloss, der zwei Kapellen und zwei Sakristeien neben Chor und neben Orgel enthielt. Über den Sakristeien befanden sich das Schlafhaus mit Zugang zur vorderen Empore und das Provinzialzimmer mit Tür zur hinteren Empore. Sonst werden noch ein Büchergewölbe, ein Turm im Garten und als anfängliche Mietobjekte der Stände eine grosse Stube mit grossem Vorhaus, zwei Kammern und ein Stübel sowie die Türhüterwohnung, alles im ersten Stock, genannt. Bemerkenswert ist die Erwähnung einer Klosterschule.
Vor dem Kauf durch die Stände sollte das Kloster in ein Spital umgewandelt werden, das Maximilian I. der Stadt Linz letztwillig zugedacht hatte. Ferdinand I. wollte 1552 das Legat im Kloster verwirklichen, trat aber auf Einraten der Stände davon zurück. 1563 und 1564 erwarben diese das ganze Kloster wie es "mit Mauern oder Marchen eingefangen" war, ausgenommen die Kirche mit Sakristei, doch wurde auch die letztere 1577 abgerissen.
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| OBERÖSTERREICHISCHE HEIMATBLÄTTER, Teil eines Artikels von Justus Schmidt "Das Linzer Landhaus, Abriss der Baugeschichte auf Grund der Quellen" |
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Die Minoritenkirche
Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Kirche ist noch im Kern erhalten, ein Teil des Fünfachtel-Chores ist hinter dem barocken Chorschluss frei sichtbar. Langhaus und Chor waren durch achteckige Pfeiler in zwei Schiffe geteilt. Die Fenster waren mit gemalten Scheiben versehen, die 1681 entfernt wurden. Die Stände wollten die Kirche für den protestantischen Gottesdienst erwerben, ihre wiederholten Ansuchen seit 1569 wurden aber vom Kaiser abgelehnt, worauf sie erst den Landhaussaal zur Kirche umgestalteten. Die Klosterkirche wurde dem Stadtpfarrer übergeben, 1602 den Jesuiten, die 1651 an deren Stelle ihren grossen Neubau, den jetzigen Alten Dom, planten. Nach dessen Vollendung wurde die Kirche 1679 den Minoriten zurückgegeben |
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Landhausturm |
Minoritenkirche |
Landhausportal |
Arkadenhof |
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Das Landhaus
Der weitläufige Renaissancebau mit drei Innenhöfen steht an der Stelle des von den Ständen gekauften und 1564 übernommenen Kreuzganges des Minoritenklosters. Der Turm des Landhauses wurde 1568 erbaut.
Im Arkadenhof befindet sich der Planetenbrunnen von Steinmetz Peter Guet (1582) mit Bronzeaufsatz und über der tonnengewölbten Erdgeschosshalle mit dem Nordportal aus rotem Untersberger Marmor (Kaspar Toretto aus Venedig, 1570) der Steinerne Saal.
Im Landhaus war auch die 1574 von Enns nach Linz verlegte Landschaftsschule untergebracht, an der u.a. von 1612 bis 1626 Johannes Kepler als Lehrer wirkte.
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Der Ring der Pummerin |
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4.Mai 1947 |
Jahrhundertwende |
Platzkonzert |
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Eingerüsteter Landhausturm 1911 |
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