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Nordico
Die bewegte Geschichte des Nordico reicht bis in das 17. Jahrhundert zurück.
Erbaut als Kremsmünsterer Stiftshaus wurde das Gebäude Anfang des 18. Jahrhunderts zu einem Erziehungsinstitut für Katholiken aus nordischen Ländern unter dem Namen Collegium Nordicum.
1851 hielt in den Räumlichkeiten der Oberösterreichische Kunstverein seine Gründungsversammlung und seine erste Ausstellung ab.
Mitte des 19. Jahrhunderts beherbergte das Haus auch berühmte Persönlichkeiten, wie zum Beispiel Franz Stelzhamer.
1911 erwarb die Stadt Linz das Gebäude. Erstmals wurden Pläne zur Einrichtung eines städtischen Museums diskutiert,
die aber erst im Jahr 1964 realisiert werden konnten
Das Nordico nach der Sanierung im Jahre 1964
          
Ansicht des Nordicos an der Ecke Dametz- und Bethlehemstrasse.
Das Gebäude das dem Nordico vorgelagert ist,
ist die ehemalige Bethlehemkirche
die später in ein Wohnhaus umgebaut und 1963 abgetragen wurde
Nach dem Abbruch der ehemaligen Bethlehemkirche.
Das Nordico ist freigelegt und bereits um
die 10. Achse verkürzt.
Auf der linken Seite sieht man noch die Form des Quergebäudes, welches als Verbindungstrakt zur ehemaligen Bethlehemkirche angebaut war
(auf dem Stich oben gut erkennbar)

 

 

Plan aus den 60er Jahren,
gut erkenntlich die störende Hausecke.
Nach diesem Plan wollte man einen Teil, der in ein Wohnhaus umgebauten Betlehemkirche, stehen lassen,
2 Stockwerke sowie den Verbindungstrakt zum Nordico.
Was aber letztlich nicht geschah.

Abbruch der ehemaligen Bethlehemkirche 1963
Zustand des Nordico in der Kriegszeit.
Gut zu sehen der Bereich der rechten Erdgeschossecke, in der damals ein Geschäft war
- wahrscheinlich Bilder Eigl - ,
den man als Gehsteig durchbrechen wollte.
dazu eine Skizze aus den 30er Jahren
wie man den Gehsteigsbereich durch das
untere Stockwerk des Nordicos
führen wollte
Vorne die zu einem Wohnhaus umgebaute ehemalige Bethlehemkirche
Dahinter springt die 10. Fensterachse des Nordicos in die Bethlehemstrasse vor.
Diesen Teil erwog man schon 1913 abzutragen, um die Bethlehemstrasse hier zu erweitern bzw. zu begradigen.
Bereits in den 30er Jahren plante man das Nordico in ein Museum der Stadt Linz umzuwiedmen
1960/61 wurde das Nordico um die 10. Fensterachse verkürzt und erhielt seine nun 9 achsige Front.
Das Gebäude wurde generalsaniert und 1964 wurde daraus das Stadtmuseum.

Plan aus dem Jahr 1913
in dem der Verlauf einer neuen Strasse, als Verlängerung des Grabens
- heute Dametzstrasse -
eingezeichnet ist.
Ebenso die Begradigung der Bethlehemstrasse.
Wie man sieht geht die Dametzstrasse genau durch die, damals bereits in ein Wohnhaus umgebaute, ehemalige Bethlehemkirche.
Sehr schön ersichtlich auch die hinderliche 10. Fensterachse des Nordico

 

 

Eingangstor Nordico
Aufnahme aus dem Jahr 1911