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Prominente Bürger und Gäste unserer Stadt
Politiker
Joseph Fouché
* 21. Mai 1759 in Le Pellerin
† 25. Dezember 1820 in Triest
duc d'Otrante (deutsch: Herzog von Otranto)
war französischer Politiker während der französischen Revolution und Polizeiminister in der Kaiserzeit
und der Restauration

Ein brutaler Opportunist.

Fouché, geboren am 21. Mai 1759 in Le Pellerin bei Nantes, wurde 1789 Mitglied des Konvents und der Bergpartei, die für die Hinrichtung des Königs stimmte. In allen Provinzen führte er blutige Säuberungsaktionen durch, bis er 1793 von Robespierre nach Paris zurückgeholt wurde.

Da Fouché sich selbst bedroht fühlte, beteiligte er sich an dessen Sturz und verschwand einige Zeit von der Bildfläche, bis er durch die Denunziation der Verschwörung Babeufs die Gunst des Konventspräsidenten Barras gewinnen konnte, der ihn 1799 zum Polizeiminister des Direktoriums machte.

In diesem Amt begann er gegen revolutionäre Bewegungen vorzugehen und nutzte die ganze Macht seines hervorragend organisiserten Geheimdienstes, den Staatsstreich Napoleons vorzubereiten.

Gleichzeitig war dies für ihn das geeignete Instrument, sich selbst schamlos zu bereichern. 1802 setzte Napoleon, der Fouchés heimliche Macht zu fürchten begann, den Polizeiminister ab, doch die Verbindungen und Spitzeldienste Fouchés erwiesen sich für den Kaiser als unentbehrlich: Er ernannte ihn 1804 zum Innenminister und 1809 zum Herzog von Ortranto.

Als 1810 Verbindungen Fouchés zum feindlichen England publik wurden, verlor er zwar seine Stellung, akzeptierte jedoch während der 100 Tage noch einmal das Amt des Polizeiministers, das es ihm ermöglichte, Ludwig XVIII. den Weg zu bereiten. Dieser ließ ihn im Amt, wo er sich eifrig für die Restauration einsetzte. 1816 wurde Fouché jedoch von seiner Vergangenheit eingeholt und mußte wie alle "Königsmörder" ins Exil gehen.

Vom Verbannungsdekret des 6. Januar 1816 gegen die Königsmörder betroffen, emigrierte Fouché nach Österreich und durfte sich mit Metternichs Duldung zuerst in Prag und dann in Linz niederlassen. Dort beschäftigte er sich mit der Abfassung von Verteidigungsschriften über seine Vergangenheit und angeblich auch seinen Memoiren.

Wegen einer Brustkrankheit gestattete ihm die österreichische Regierung die Übersiedelung nach Triest mit seinem milden Mittelmeerklima. Hier starb Fouché im Jahr 1820 und wurde in der dortigen Kathedrale beigesetzt


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