Maria Anna von Österreich, Königin von Portugal
Maria Anna wurde als Tochter des römisch-deutschen Kaisers Leopold I. und seiner Gemahlin Eleonore Magdalena,
geborene Pfalzgräfin von Neuburg, geboren, war also eine Habsburgerin. Sie hatte zehn Geschwister
(darunter die römisch-deutschen Kaiser Joseph I. und Karl VI.)
Am 27. Oktober 1708 wurde sie mit dem portugiesischen König Johann V. verheiratet und wurde damit Königin von Portugal (als Gemahlin des Königs, nicht als Regentin aus eigenem Recht). Sie war Mutter von sieben Kindern, darunter den portugiesischen Königen Joseph I. und Peter III. und der spanischen Königin Maria Barbara, der Gemahlin König Ferdinand VI.
Nachdem König Johann V. im Jahr 1742 einen Schlaganfall erlitten hatte, übernahm Maria Anna die Regentschaft für ihren nun regierungsunfähigen Mann. Mit dem Tod des Königs am 31. Juli 1750 übergab sie die Regierungsgeschäfte an ihren ältesten Sohn, den neuen König Joseph I. von Portugal.
Nach ihrem Tod wurde sie in der Kirche der deutschen barfüßigen Karmeliten in Lissabon bestattet. Ihr Herz wurde durch ihren Beichtvater nach Wien gebracht und in einer von Balthasar Ferdinand Moll geschaffenen Herzurne in der Leopoldsgruft der Kaisergruft des Kapuzinerklosters beigesetzt