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Scharlinz
Bevölkerung 3807
Gebäude 499
Wohnungen 1850
Fläche (in ha) 211,9

Spallerhofsiedlung und Neu-Scharlinz
 
Südlich des Spallerhofs gelegen, Name leitet sich von den beiden slawischen Wörtern "zara" - Ackersgrenze und "zada" -hinter, ab und bedeutet, dass es sich um das Gebiet "hinter der Ackersgrenze von Linz" handelt
Erwähnenswert ist in Neu-Scharlinz das alte Ausflugsgasthaus "Bratwurstglöckerl" und dem zu Alt-Scharlinz gehörenden Wasserwald in dem das städtische Wasserwerk die Trinkwasserversorgung der Landeshauptstadt sicherstellt.
 

 

1889 wurde ein geeignetes Areal in Scharlinz angekauft, von 1891 bis 1893 sodann das Wasserwerk erbaut
Das schon in seinem ursprünglichen Bauzustand großzügig ausgelegte, während der 40er-Jahre beträchtlich vergrößerte Wasserwerk Scharlinz blieb bis in die in die jüngste Vergangenheit das Rückgrat der Linzer Wasserversorgung
 
1258 erstmals in einer Passauer Urkunde genannt, war es als "Alt-Scharlinz" ursprünglich nur das südlich der Salzburger Straße liegende Dorf bis zur Kreuzung mit dem alten Verkehrsweg von Kleinmünchen nach Niedernhart.
1771 bei der ersten österreichischen Volkszählung hatte "Alt-Scharlinz" 12 Häuser mit 71 Einwohnern.
Nach dem Aufschwung Kleinmünchens zum Industrieort entstand auch nördlich der Salzburger Straße ein neuer Ortsteil:
"Neu-Scharlinz"
1880 noch 37 Häuser mit 272 Einwohnern,
1910
jedoch bereits 109 Häuser mit 1366 Einwohnern
1912 - 1922 entstand eine Kleinsiedlung zwischen der Haydn- u. der Schwindstr. und
1923 - 1926 wurden, nach der Eingemeindung, 84 Einfamilienhäuser der Eisenbahngenossenschaft in der Spaunstr. gebaut.
1934 umfasste Neu-Scharlinz 380 Häuser mit 2986 Einwohnern.

Eine makabre Erinnerungsstätte wäre noch die im seinerzeitigen Volksmund "Galgenlucka" genannte Schottergrube zwischen der Achaz-Willinger-Str. und der Brunnenfeldstr. zu nennen. Hier wurden seit 1716 die in Linz ausgesprochenen Todesurteile öffentlich vollstreckt, wobei die letzten Hinrichtungen, vor zahlreichen Zuschauern, 1856 und 1863 stattfanden. Eine Steinsäule mit einer Pieta stand bei den "Drei Kreuzen" (der Abzweigung der Achaz-Willinger-Str. von der Wiener Str.) und diente dem Todgeweihten als letzte Gebetsstation. Diese Steinsäule wurde in jüngster Zeit in den Stadtteil Oed versetzt, wo sie heute noch in einer Rasenanlage der Meggauerstr. zu sehen ist.
 
Quelle:Rings um den Spallerhof von Mag. iur.Kurt Reiterer