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Das Urfahrer Schiffmeisterhaus
in der Ottensheimer Straße 32
                   
Dieses Haus, mit seiner prächtigen Renaissancefassade, ist nicht nur kunstgeschichtlich bemerkenswert und wohl als
das schönste Haus von Urfahr zu bezeichnen, sondern es nimmt auch eine die rein ortsgeschichtliche Bedeutung
überragende Stellung in schifffahrtsgeschichtlicher Hinsicht ein.
Schon seine beherrschende Lage auf einem Vorsprung der Niederterrasse gegen das Gestade der Donau gibt Zeugnis von seiner
einstigen Bedeutung. Durch Ruder und Haken, die uralten Abzeichen der Schiffleute, unter den Fenstern des ersten Stockes,
ist es als mit der Schifffahrt eng verbunden gekennzeichnet. Die Besitzer des Hauses übten die Überfuhr aus, die ja für die Siedlung
eine derartige Bedeutung hatte, dass nach ihr die Ortsbezeichnung "Urfahr" entstand.
Mit der Erbauung der Donaubrücke, die Kaiser Maximilian I. laut Brückenbrief vom 3.März 1497 bewilligte, verlor die Überfuhr
ihre Bedeutung, sie durfte nur mehr benutzt werden, wenn die Brücke zerstört war.
Das Haus behielt aber auch nach der Erbauung der Linzer Brücke seine Bedeutung als Schiffmeisterhaus
Die Instandsetzung der Fassade als Beispiel einer Sgrafittorestaurierung,
durchgeführt wurde sie von dem akademischen Maler Fritz Weninger
vor und nach der Restaurierung
aus einem Artikel von Ernst Neweklowsky "Das gerettete Urfahrer Schiffmeisterhaus"
in Oberösterreichische Heimatblätter - Sonderheft - Denkmalpflege in OÖ von 1945 bis 1955